Schweinehaltung

Das Wohl und die Gesundheit unserer Schweine stehen für uns als verantwortungsvolle Landwirte an erster Stelle. Das lässt sich letztendlich auch für den Verbraucher und Konsumenten an einer optimalen Fleischqualität erkennen.
Unsere Schweine leben in Gruppen von 20 Tieren. Ein Tierarzt kontrolliert regelmäßig das Gedeihen der Tiere, die nach rund vier Monaten Mast stressfrei und artgerecht mit unserem eigenen Tiertransporter in einen Schlachthof in Sachsen-Anhalt gefahren werden. Bis zu diesem Tag durchlaufen die Schweine geregelte Tagesabläufe, die ihnen eine ausgewogene Mischung aus Ruhe und Aktivität bieten.

6 Uhr bis 9 Uhr

Jedes Schwein wird aufmerksam von unseren Mitarbeitern beobachtet. Geht es ihm gut?

Guten Morgen! Um 6 Uhr in der Frühe geht das Licht langsam in den Stallgebäuden an. Die Mitarbeiter der Frühschicht beobachten aufmerksam jede Gruppe. Der Tag beginnt für unsere Schweine jeden Morgen mit einem Kontrollgang durch unsere Mitarbeiter. Geht es allen gut? Bei den Fachleuten für Tierhaltung sind jetzt alle Sinne gefragt. Das Verhalten und die Geräusche unserer Stallbewohner geben eine Menge Infos über die Gesundheit und das Wohlbefinden der Schweine.

Außerdem gehört zur morgendlichen Routine unseres Teams die Begutachtung der Lufttemperatur und –qualität im Stall. Die Qualität des Trinkwassers und die optimale Zusammensetzung des Futters werden im Verlauf des gesamten Tages ständig kontrolliert.

Während die Mitarbeiter im Stall die Tierkontrolle durchführen, mischt der Futtermeister in der Futterküche ein hochwertiges Futter an, das zu großen Teilen aus Getreide, Eiweißfuttermittel und Mais aus eigenem Anbau besteht. Außerdem wird eine ausgewogene Mischung aus Mineralstoffen beigemischt.
Durch den Einsatz moderner Stalltechnik haben die Tiere 24 Stunden am Tag Zugang zu Futter und frischem Wasser.

9 Uhr bis 13 Uhr

Jeder Kontrollgang wird im Anschluss ausgewertet und protokolliert.

Nach dem Kontrollgang ist für Mensch und Tier Zeit für’s Frühstück. Um 9 Uhr machen unsere Mitarbeiter gemeinsame Frühstückspause, hier werden Beobachtungen im Stall sowie in der Futterküche ausgetauscht.
Nach dieser Teambesprechung können bei Bedarf schwächere Tiere, die unseren Mitarbeitern aufgefallen sind, von den gesunden Schweinen getrennt und gegebenenfalls behandelt werden. Diese Tiere bekommen in einer kleineren und besonders beobachteten Gruppe die Möglichkeit, sich in Ruhe zu regenerieren.
Bis zum Mittag ist nun auch Zeit für kleinere Reparaturen im Stall und in der Futterküche.

13 Uhr bis 18 Uhr

Unsere Schweine haben den ganzen Tag über die Möglichkeit zu ruhen oder sich zu beschäftigen.

Gegen Nachmittag wird noch ein kurzer Kontrollgang durch die Abteile durchgeführt. Die Schweine haben den ganzen Tag über die Möglichkeit, sich auszuruhen oder die unterschiedlichen Beschäftigungsanreize, die ihnen in ihren Abteilen geboten werden, zu erkunden. Unsere Tiere sind sehr neugierig. Hängende Wassertränken und gesundheitlich unbedenkliches Spielmaterial laden dazu ein, von den Tieren bewegt, verändert und untersucht zu werden.

18 Uhr bis 6 Uhr

Schweine sind sehr aufmerksame Tiere, die ihre Umgebung gern erkunden.

18 Uhr – es wird langsam Abend. Für unsere Mitarbeiter geht ein arbeitsreicher Werktag zu Ende. Doch auch nach Feierabend wird die Fütterung und Klimasteuerung rund um die Uhr durch ein ausgeklügeltes Überwachungssystem kontrolliert. Sollte eine Störung auftreten, wird der Mitarbeiter, der in Rufbereitschaft ist, automatisch informiert. Er ist  dann auch abends und nachts in kürzester Zeit vor Ort, um den Defekt zu beheben.

Bevor die Ferkel mit acht Wochen zu uns in den Albocostall kommen, wachsen sie in einem QS-zertifizierten Schweinezuchtbetrieb heran.

Das Schweineleben beginnt mit der Geburt des kleinen Ferkels im Abferkelstall eines QS-zertifizierten Schweinezuchtbetriebes. Eine Sau „wirft“ ca. 10 bis 14 Ferkel. In den ersten zehn Tagen ernähren sich die Ferkel von der Muttermilch. In der Mitte der Bucht befindet sich ein Stand, in dem die Sau in ihrer Bewegung eingeschränkt ist. Durch den Stand wird das Risiko minimiert, dass aus Versehen Ferkel erdrückt werden.

In jeder Bucht befindet sich neben einer Tränke auch ein beheiztes Ferkelnest mit Wärmelampe und Fußbodenheizung. Nach den ersten zehn Tagen Muttermilch wird festes Futter zugegeben, so dass die Ferkel sich langsam an die Futterumstellung gewöhnen können. Ungefähr vier Wochen nach der Geburt wiegen die Ferkel ca. 8 kg und werden in den Aufzuchtstall umgestallt.

Mit ca. zwei Monaten kommen die Ferkel zu uns in den Alboco-Stall.
Mit rund 125 Kilogramm Gewicht haben die Schweine ihr Schlachtgewicht erreicht.

Die Ferkel werden in großzügigen und klimatisierten mit integrierten Tränken ausgestatteten LKW nach Hecklingen transportiert. Hier erwartet die Ferkel nach dem Abladen ein sauberer, warmer und großzügiger Stall. 20 Ferkel lernen sich in einer Bucht schnell kennen und wachsen zusammen auf. Sie organisieren sich ihren Lebensbereich mit Ruhe-, Spiel- und Mistecke selbständig. Unsere erfahrenen Mitarbeiter kontrollieren täglich verantwortungsvoll das Wohlbefinden der Schweine.

Wir bieten unseren Tieren 20 % mehr Platz als die spezialgesetzlichen Regelungen der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung verlangen. Ein Schwein hat bei uns statt der vorgeschriebenen 0,75m² einen Platz von 0,9 m² zu seiner Verfügung.

Unsere Schweine haben 24 Stunden am Tag Zugang zu frischem, speziell auf ihre Bedürfnisse abgestimmtem Futter. Durch die moderne Technik wird ermittelt, wann der Trog leer ist, so wird den Schweinen immer wieder frisches Futter zur Verfügung gestellt.

Unsere Schweine haben die Möglichkeit, sich ihren Tagesablauf in einer ausgewogenen Balance zwischen Aktivität und Ruhephasen zu gestalten. Auch in der Mast bieten wir in den einzelnen Abteilen gesundheitlich unbedenkliche Beschäftigungsanreize an, die ihren natürlichen Bewegungsdrang befriedigen, beispielsweise Mobiles oder Ketten. Unruhe, Stress und Verletzungen werden so vermieden, was sich positiv auf die Fleischqualität für den Verbraucher auswirkt. Die Gesundheit unserer Schweine hat für uns und unser Mitarbeiterteam absolute Priorität und wird 14tägig vom Tierarzt kontrolliert. Unangemeldete Besuche des Amtstierarztes ergänzen die externen Kontrollen.

Nach 3,5 Monaten haben die ersten Schweine in unserem Stall ihr Zielgewicht von ca. 125 kg erreicht. Sie werden in einer ruhigen Atmosphäre möglichst stressfrei ausgestallt und mit unseren eigenen LKW und kompetenten Mitarbeitern zum Schlachthof in Sachsen-Anhalt transportiert. Die modernen Transporter sind großzügig geschnitten und mit automatischen Tränken für die Schweine ausgestattet. Durch die möglichst stressfreie Ausstallung und die kurzen Transportwege sichern wir eine optimale Fleischqualität für die Konsumenten.

Nach der Ausstallung werden die Stall-Abteilungen von speziell geschulten Reinigungsteams gründlich vom Boden über die Fenster bis zur Decke gesäubert. Sie sind nun bereit für neue Gruppen von Ferkeln, die in einer artgerechten Umgebung heranwachsen.

Der Futtermeister überwacht ständig die Qualität der Futtersuppe.
Die Tiere haben durch den Einsatz modernster Stalltechnik ständig Zugang zu frischem Futter und Wasser.

Der Futtermeister mischt jeden Tag einen Frischkornbrei aus Gerste, Roggen, Mais und Kartoffelprodukten an. Das Futter für die Schweine wird überwiegend in der Region von der Alboco angebaut und immer frisch zusammengestellt. Die eingesetzten Futtermittel unterliegen strengen Qualitätskontrollen durch QS, dem weltweit größten Prüfsystem für sichere Lebensmittel.

Natürlich brauchen unsere Schweine neben den Energieträgern wie Getreide und Kartoffelprodukten auch Eiweiß. Als heimischer Eiweißträger bietet sich Rapsschrot an, es entsteht als „Nebenprodukt“ nach der Ölgewinnung. Neben dem Rapsschrot wird auch ein kleiner Teil Sojaschrot gefüttert, der ebenso als „Reststoff“ nach der Ölgewinnung übrig bleibt.

Da sich die Ansprüche der Schweine mit zunehmendem Gewicht verändern, ist hier eine laufende Anpassung des „Rezeptes“ notwendig - das ist „Chefsache“ und verlangt von unserem Futtermeister eine jahrelange Erfahrung.

In unserer Verantwortung für Mensch und Tier achten wir auf eine konsequente Einhaltung aller Hygienevorschriften. Dazu gehört auch die regelmäßige Grundsäuberung unserer Ställe.

Ein wichtiger Aspekt der Schweinehaltung in den Albocoställen ist die konsequente Einhaltung der vorgegebenen Hygienemaßnahmen durch unsere Mitarbeiter. Aus unserer Verantwortung für Menschen und Tiere achten wir als modernes Tierhaltungsunternehmen darauf, dass beispielsweise die sogenannten Schwarz- und Weißbereiche strikt voneinander getrennt werden. Das bedeutet ein komplettes Abduschen vor und nach dem Wechsel in den Weißbereich, in dem sich die Schweineställe, aber auch der gesamte Bereich der Futterküche und der Sozialräume für die Mitarbeiter befinden. Unsere Mitarbeiter tragen in diesem Bereich spezielle Arbeitskleidung und –schuhe. Betriebshandwerker und Mitarbeiter der Biogasanlage oder des Ackerbaubereiches sowie Besucher unseres Betriebes sind in diese Hygienemaßnahmen selbstverständlich mit eingebunden.

Außerdem achten wir auf die Unterbrechung einer möglichen Übertragungskette durch Fremdtiere wie zum Beispiel Vögel. Wir haben auf unserem gesamten Betriebsgelände Vogelscheuchen aufgebaut.
Regelmäßige Schulungen des Teams vertiefen das Wissen um die Effektivität dieses Maßnahmenkatalogs rund um das Thema „Hygiene und Vermeidung von Krankheiten“.

Mit diesen Maßnahmen schützen wir unsere Schweine vor Krankheitserregern wie Bakterien und Viren. So vermeiden wir Arzneimittelgaben und schützen unseren wertvollen Tierbestand.

Die hohen Abluftkamine reduzieren in Verbindung mit dem Einsatz von moderner Emissionsschutztechnik die Geruchsemmission für die Anwohner.

Unsere Ställe sind mit einer automatisierten Klimasteuerung ausgestattet. Durch sie wird in den Abteilen eine konstante Temperatur zwischen 18 und 20 Grad gewährleistet. Außerdem wird ein ständiger Luftaustausch vorgenommen. Dadurch sichern wir unseren Schweinen optimale Lebensbedingungen, saubere Luft und ein angenehmes Klima. Auch unsere Mitarbeiter profitieren von guter Luft im Stall und damit von den sehr guten Arbeitsbedingungen.

Landluft „duftet“ sehr speziell. Das lässt sich auch durch den Einsatz von Emissionsschutztechnik nicht komplett vermeiden. Durch unsere Lage direkt am Stadtrand von Hecklingen ist es uns ein besonderes Anliegen, die Geruchsemission für die Anlieger so gering wie möglich zu halten. Wir haben in moderne effektive Geruchsbindung investiert und installierten auf den Dächern der Stallgebäude hohe Abluftkamine. Den in der Schweinemast anfallenden Kot verwerten wir vor Ort in unserer Biogasanlage. Das hat neben dem Energiegewinnungsaspekt den Vorteil einer deutlichen Reduzierung des Geruchs gegenüber der direkten Lagerung und Ausbringung. Aus dem Energielieferanten Gülle wird ein geruchsarmes Gärsubstrat, das als Naturdünger auf die Ackerböden der Region ausgebracht wird. Damit schließen wir unseren landwirtschaftlichen Kreislauf.